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Kantorei St. Johannis — Mainz

Wir begrüßen Sie

auf den Internetseiten der Kirchenmusik an St.Johannis, der ältesten Kirche in Mainz. Hier finden Sie Informationen über die Johanniskantorei und die kirchenmusikalischen Veranstaltungen an St.Johannis und in der Josefskapelle.

Programm – In Kürze

Sonntag,
5. Juni,
20 Uhr in St. Quintin

bullet Konzert mit Werken von Max Reger

Im Jahr 2016 gedenken wir des 100. Todestages von Max Reger (1873 - 1916). Als der letzte "Orgeltitan" in Deutschland hat Reger wie kein anderer Komponist die Orgelmusik der Jahrhundertwende geprägt. Seine Werke setzten in ästhetischer wie technischer Hinsicht neue Maßstäbe, seine bis an die Grenzen der Tonalität gehenden Versuche verliehen ihm schon frühzeitig das Etikett eines Neutöners. Noch heute gelten seine Werke als "gewöhnungsbedürftig" und spalten die Zuhörerschaft in ein Dafür und Dagegen, obwohl Reger längst zu den "Klassikern" gehört. Regers Stil ist geprägt vom Übereutrophierten, Überladenen und ist sicherlich auch eine Spiegelbild seiner rastlosen Persönlichkeit, die schon zu Lebzeiten eine "Tradition schaffen" wollte. Die teilweise immensen Angaben in seinen Werken sind zusätzlich Ausdruck feinster seelischer Erregungen. Gerade diese Überladung des Notenbildes als optische Entsprechung seines Seelenlebens haben schließlich dazu geführt, dass Reger nach dem ersten Weltkrieg zum Stein des Anstoßes wurde: Die Ästhetik orientierte sich an klarer Stimmführung, deren musikalisches Credo die sog. "Barockmusik" war. Diese ästhetische Abkehr von einer einstmals so erfolgreichen wie fruchtbaren Epoche der deutschen Orgelmusik mit ihren Vertretern Reubke, Rheinberger und schließlich als Schlusspunkt Reger hat letztlich dazu geführt, dass die Orgelkompositionen Regers alsbald als verfemt betrachtet wurden. Noch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts erklärte der berühmte Helmut Walcha, dass er als verantwortlicher Orgelprofessor in Frankfurt Regers Orgelwerke aus dem Lehrplan gestrichen habe. Erst als sich der Rauch der Geschichte verzog, begann man wieder in Deutschland, sich dieser Orgelliteratur zu widmen. Trotz aller Bemühungen um Reger: Es bleibt immer noch ein Wagnis, sich mit den Orgelwerken Regers auseinander zu setzen; seine ästhetischen Wurzeln liegen in der deutschen Romantik mit ihren spezifischen Instrumenten, die bei großmöglicher Uniformität der Klangfarbe eine ebenso großmögliche dynamische Steigerung verlangen und somit das Orchester zu imitieren versuchten. Eine Ästhetik, die erst wieder entdeckt werden muss.

Reger als Chorkomponist ging allerdings andere Wege. Sein letztlich empfindsames Wesen dokumentiert sich in seiner Kammermusik und Chormusik. Seine "Acht geistlichen Gesänge" stellen als Spätwerke einen mit musikalischen Mitteln haushaltenden Reger dar. Berückend, mystisch, hymnisch oder verträumt: Die Palette an Ausdrücken ist gerade bei diesem Werk, einer Sammlung kurzer Gesänge - Reger vermeidet bewusst die Begriffe Motette oder Choral, obwohl sich manche Teilstücke des Zyklus durchaus diese Formen aufweisen - differenziert.

Die Johanniskantorei unter dem Gastdirigat von Stefan Küchler (Mörfelden) wird am Sonntag, den 5.Juni, diese Sammlung von Chorwerken sowie einige Responsorien von Reger aufführen. Volker Ellenberger spielt dazu Orgelwerke von Reger.

bulletDas aktuelle Programm

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